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Galápagos National Park Service siedelt 150 Jungschildkröten der Zuchtstation auf Isabela wieder an

May 12, 2013   //   by FreundeGalapagos   //   Charles Darwin Station, Flora & Fauna Inseln, Naturschutz, News  //  No Comments

Am 20. April wurden 150 in der Zuchtstation geschlüpfte und aufgezogene Jungschildkröten im Gebiet Cinco Cerros auf Isabela wieder angesiedelt.

Mai 2013

Mitarbeiter des Galápagos National Parkes kontrollieren und markieren die Tiere vor der Freilassung (GNPS).

Die 150 Jungschildkröten der Unterart Cheolonoidis guntheri sind vor sechs Jahren in der Zuchtstagion Arnaldo Tupiza in Vilamil auf Isabela geschlüpft. Vor ihrer Freilassung werden sie noch einmal kontrolliert, vermessen und gewogen sowie markiert. Auch Blutproben werden ihnen genommen.

Die in der Zuchtstation geschlüpften Tiere verbringen jeweils ihre ersten Lebensjahre dort, bevor sie mit fünf bis sechs Jahren wieder in die Region zurückgebracht werden, aus der ihre Eltern damals gekommen sind. Erst in diesem Alter sind sie gross genug, dass sie nicht Opfer eingeführter Ratten oder verwilderter Schweine werden können.

Die Riesenschildkröten der Unterart guntheri gehören zu den seltensten Galápagos-Riesenschildkröten. Schlagzeilen machten sie im Jahr 1998, als einzelne Tiere anlässlich des Vulkanausbruchs am Cerro Azul in spektakulären Rettungsaktionen von Hubschraubern ausgeflogen werden mussten. Die nun wieder angesiedelten Jungschildkröten sind Nachzuchttiere dieser geretteten Schildkröten. Der Bau der Gehege und der Zuchtstation wurde durch die Freunde der Galápagos Inseln (Schweiz) mitfinanziert.

Und sie sind Teil einer Erfolgsgeschichte: Bis heute konnten über 1000 Tiere aus der Zuchtstation wieder freigelassen werden.

Körper vom “Einsamen George” zur Einbalsamierung nach New York überführt

Mar 29, 2013   //   by FreundeGalapagos   //   Charles Darwin Station, Flora & Fauna Inseln, Naturschutz, News  //  No Comments

Das Naturhistorische Museum in New York übernimmt die Einbalsamierung der bekanntesten Galápagos Riesenschildkröte

März 2013 

Eine Gruppe von Spezialisten hat den Transport der Körpers von George überwacht (GNPS).

Der Körper der im letzten Juni verstorbenen Riesenschildkröte wurde in einer Gefrierkammer von Baltra über Guayaquil nach New York überführt. Dort übernehmen Spezialisten die Einbalsamierung. Der Prozess dauert etwa acht bis neun Monate. Danach soll der Körper wieder nach Galápagos zurückgehen und in einer neuen Ausstellung an der Stelle, an der er die letzten 40 Jahre im Gehege gelebt hat, ausgestellt werden. So wird George über seinen Tod hinaus als mahnendes Beispiel für den unwiederbringlichen Verlust von einzigartigen Lebensformen stehen. Mit seinem Tod im Juni letzten Jahres ist die letzte Riesenschildkröte der Insel Pinta gestorben. Seine Unterart (Chelonoidis abingdonii) gilt nun als die vierte ausgestorbene Galápagos Riesenschildkrötenunterart.

George wurde im Jahr 1971 als letzter Vertreter seiner Unterart auf der Insel Pinta gefunden und in die Zuchtstation nach Puerto Ayora gebracht. Alle Versuche, ihn zur Zucht zu bringen und damit zum Vater zu machen, schlugen leider fehl. Am Morgen des 24. Juni 2012 fand ihn sein Pfleger, der ihn in den letzten vierzig Jahren betreut hat, tot in seinem Gehege auf. Als Todesursache wurde ein Herzstillstand ermittelt.

Die Arbeiten zur Kontrolle der eingeführten Arten auf der Insel Santa Cruz haben begonnen

Mar 29, 2013   //   by FreundeGalapagos   //   Flora & Fauna Inseln, Naturschutz, News  //  No Comments

In der Region „Los Gemelos“ gilt der Hauptaugenmerk den eingeführten Pflanzenarten, in den von Menschen bewohnten Regionen stehen die Fruchtfliegen im Zentrum der Arbeiten

März 2013

 

 Nationalparkmitarbeiter im Einsatz in der Region „Los Gemelos“ (GNPS).

Täglich sind vier Nationalparkmitarbeiter von halb acht Uhr morgens bis in den Abend in der Region „Los Gemelos“ auf Santa Cruz im Einsatz:

Mit Macheten machen sie sich daran, eingeführten, gebietsfremden Pflanzen den Garaus zu machen, die ihrerseits die einheimischen Arten wie zum Beispiel die endemischen Scalesien bedrängen. In ihrem Fokus sind dabei primär Brombeeren, aber auch Holunder, Kaskarillabäume, Besenginster und weitere eingeführte Arten. Pro Tagen schaffen die Vier in einem schwierigen Gelände eine Fläche von gut fünfhundert Quadratmetern zu durchforsten.

Ziel ist es, die Fläche von fünf Hektaren rund um den Scalesienwald, der in der Region „los Gemelos“ wächst, von eingeführten Pflanzenarten zu befreien. Im Anschluss an die manuelle Arbeit wird das Gelände mit spezifischen Herbiziden behandelt, um ein erneutes Aufkommen der unerwünschten Pflanzen zu verhindern.

Währenddessen ist im Hauptort der Insel, dem Dorf Puerto Ayora, seit vier Uhr morgens ein weiteres Team von Nationalparkmitarbeitern im Einsatz: Sie bekämpfen die eingeführten Fruchtfliegen. Diese werden primär mit Fallen gefangen. Mit Fallen werden die Tiere gefangen. Im gleichen Einsatz werden auch die eingeführten Achatschnecken eingesammelt. Allein im Monat März wurden 649 dieser grossen, ursprünglich aus Afrika stammenden Landschnecken gefangen.

Ziel aller dieser Massnahmen ist die Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichts der Insel Santa Cruz. Da Santa Cruz eine der fünf von Menschen besiedelten Inseln ist, sind diese Arbeiten dort – im Gegensatz zu den Einsätzen auf unbesiedelten Inseln – langwieriger und kostenintensiver.

Fortpflanzungszeit der Meeresleguane hat begonnen

Mar 11, 2013   //   by FreundeGalapagos   //   Flora & Fauna Inseln, Naturschutz, News, Tourismus & Bevölkerung  //  No Comments

Jedes Jahr zwischen Februar und März beginnen die Weibchen mit der Eiablage in den Küstengebieten – potentielle Störungen durch Einheimische und Touristen sollen vermieden werden

März 2013

Die Weibchen suchen zur Eiablage sandige, flache und auch bei Flut über dem Meeresspiegel liegende Stellen auf (GNPS)

In diesen Wochen hat auf Galápagos wieder ein einmaliger Prozess eingesetzt: Die Fortpflanzung der Meerechsen. Diese legen ihre Eier an den Küstenregionen in den Sand ab. Die Nationalparkverwaltung ruft darum Einheimische und Touristen zur Unterstützung auf und bittet alle, die Meerechsen nun nicht zu stören. Denn die Meerechsen in den Küstengebieten unterscheiden nicht zwischen „freien Strandplätzen“ und Gärten, Parks oder Wegen sowie von Badenden besuchten Küstenabschnitten. Und auch wenn die Meerechsen an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt zu sein scheinen, so ist es doch wichtig, sie in der heiklen Phase der Eiablage nicht zu stören. Ferner rufen die Nationalparkverantwortlichen die Einheimischen auch auf, ihre Hunde in dieser Periode zu kontrollieren, denn auch diese könnten die Meerechsen bei der Eiablage stören.

Die Weibchen legen ihre zwei bis vier Eier in Höhlen, welche zwischen 30 und 80 cm tief sind. Nach etwa 100 Tagen schlüpfen dann die Jungtiere. Diese suchen nach dem Schlupf nach sicheren Aufenthaltsorten und sollen in dieser Zeit auch nicht gestört oder von Hunden und Katzen gejagt werden.

Die Galápagos Meerechsen (Amblyrhinchus cristatus) ist eine nur auf Galápagos vorkommende Reptilienart. Sie ist die einzige Echse weltweit, die marin lebt. Die Tiere suchen ihre Nahrung, die aus Grünalgen besteht, im Meer. Dort weiden sie – dank ihrer langen Krallen können sie sich gut an den Felsen festklammern – die auf den Klippen wachsenden Grünalgen ab. Laut der roten Liste der IUCN (International Union for the Conservation of Nature) gelten die Tiere als „gefährdet“.

 

Feldexkursion bestätigt guten Zustand der Insel Wolf

Mar 11, 2013   //   by FreundeGalapagos   //   Flora & Fauna Inseln, Naturschutz, News, Uncategorized  //  No Comments

Nationalparkmitarbeiter nehmen Proben zur detaillierten Bestimmung des Zustandes der Vegetation der Insel Wolf, einer der ursprünglichsten Insel des Archipels.

März 2013

 

 

Jeffreys Málaga war für die Aufnahme der Flora der Insel zuständig (GNPS).

Während sieben Tagen hat sich ein Team von acht Nationalparkmitarbeitern auf der Insel Wolf aufgehalten. Und erste Resultate dieser Feldexkursion stimmen optimistisch:  Die Insel Wolf, ganz im Norden des Galápagos Archipels gelegen, scheint in einem ausgezeichneten ökologischen Zustand zu sein.

Das Team hat in diesen Wochen ein Inventar aller auf der Insel auftretenden Pflanzen erstellt. Dabei haben sie verschiedenen Opuntienarten angetroffen, ebenso Vertreter der nur auf Galápagos vorkommenden Sonnenblumenbäume (Scalesia baurii).

Die Mitarbeiter haben auch Bodenproben von bis zu einem Meter Tiefe genommen, um die jetzige Pflanzenzusammensetzung mit derjenigen von vor 1000 Jahren zu vergleichen.

Erfreulicherweise zeigte sich auch die Tierwelt während der Feldexkursion von ihrer besten Seite: Nazcatölpel, Rotfusstölpel und die nur auf Wolf auftretenden Vampirfinken waren alle zahlreich vertreten. Viele Tiere waren aktiv am Brutgeschäft beteiligt.

Auch die Zählung der Galápagos Meerechsen ergab gute Werte, auch wenn die Tiere – wohl als Resultat auf eine geringere Nahrungsverfügbarkeit – deutlich kleiner waren als in vorangehenden Messungen. Diese Resultate müssen aber noch wissenschaftlich bestätigt werden.

Die Insel Wolf gilt als eine der ursprünglichsten Inseln des Archipels. Auf ihr wurden keine fremden Arten eingeführt und auch von Menschen wurde die Insel praktisch nicht aufgesucht und damit beeinflusst.

 

 

Die Nationalparkmitarbeiter bei der Bodenprobeentnahme (GNPS).

Spuren von wiedereingeführten Ziegen auf Pinzón entdeckt

Feb 7, 2013   //   by FreundeGalapagos   //   Flora & Fauna Inseln, Naturschutz, News  //  No Comments

Mitarbeiter des Galápagos National Park Service haben bei Feldexkursionen auf der Insel Pinzón diese unerfreuliche Entdeckung gemacht.

Februar 2013

Mitarbeiter des Nationalparkes auf einem Rundgang, der eigentlich den Erfolg des Rattenbekämpfungsprojektes dokumentieren sollte (GNPS).

Auf Rundgängen im Zusammenhang mit dem Projekt zur Bekämpfung der eingeführten Nager auf der Insel Pinzón haben Mitarbeiter des Galápagos National Park Services Spuren von wiedereingeführten Ziegen gefunden. Diese wurden offenbar von unbekannten Personen wieder auf der Insel ausgesetzt. „Die Spuren wurden 500 Meter von der Küste entfernt im Nordwesten der Insel gefunden, sie lassen auf zwei Tiere schliessen, möglicherweise ein Weibchen mit seinem Jungtier“ teilt Danny Rueda, Direktor „Oekosysteme“ vom Nationalpark, mit.

An dieser Stelle im Nordwesten der Insel wurden die Ziegenspuren gefunden (GNPS).

Seit dem Jahr 1984 gilt die Insel Pinzón als von den Ziegen befreit, dies im Rahmen der Programme zur Wiederherstellung des ursprünglichen ökologischen Gleichgewichtes im Galápagos Archipel. In diesen Zusammenhang gehört auch das aktuelle Programm zur Bekämpfung der eingeführten Nager, dessen erfolgreicher Verlauf danach die Fortpflanzung und Aufzucht von Galápagos Riesenschildkröten (Chelonoidis ephippium) ermöglichen soll. Die Entdeckung der Ziegenspuren bedeutet ein herber Rückschritt. Die Behörden haben nun mit einer Rastermethode begonnen, die Insel systematisch abzusuchen, um die Ziegen zu lokalisieren und sie letztendlich auch wieder von der Insel zu entfernen.

Erste Resultate dieser Beobachtungen haben ergeben, dass die Zahl der Lavaechsen in den von Ratten befreiten Regionen stark zugenommen hat. Ein Zeichen dafür, dass die Ratten den kleinen Eidechsen erfolgreich nachgestellt haben. Auch die Pflanzen zeigen keine neuen Frassspuren von Ratten, so dass das Rattenbekämpfungsprojekt im Moment als erfolgreich abgeschlossen gilt. Allerdings werden die Beobachtungen noch die nächsten sechs Monate weitergeführt, um wirklich sicherzugehen, dass keine eingeführten Nager mehr auf der Insel sind.

Leguane kehren nach Plazas Sur zurück

Jan 12, 2013   //   by FreundeGalapagos   //   Flora & Fauna Inseln, Naturschutz, News, Uncategorized  //  No Comments

Die vierzig Tiere, die während der Bekämpfung der eingeführten Nager auf der Insel aus Sicherheitsgründen eingefangen wurden, wurden jetzt wieder freigelassen.

Januar 2013 

Mitarbeiter des Galápagos National Park Services lassen die Tiere wieder auf Plazas Sur frei (GNPS).

60 Tage haben die Leguane aus Sicherheitsgründen in Menschenhand verbracht. Die vierzig Tiere entsprechen 10% der Gesamtpopulation der Insel und wurden während der Arbeiten zur Befreiung der Insel von eingeführten Nagern auf der Zuchtstation in Santa Cruz gehalten. Dies als Rückversicherung, falls das eingesetzte Gift wider Erwarten negative Auswirkungen auf die Reptilien haben sollte. Während ihres Aufenthaltes in der Zuchtstation wurden sie auf zahlreiche interne und externe Parasiten untersucht und, falls solche gefunden wurden, auch behandelt.

Die Beobachtungen in den vergangenen zwei Monaten zeigten aber keine Auswirkungen des Giftes auf die verbliebenen Leguane. Und nachdem nun auch keine Giftrückstände mehr gefunden wurden, hat man entschieden, auch die vierzig vorübergehend in der Zuchtstation gehaltenen Tiere wieder freizulassen. Vorher wurden sie noch vermessen und gewogen, dabei wurde festgestellt, dass sie alle in sehr guter physischer Verfassung sind.

 

Erneut gute Bruterfolge bei den Riesenschildkröten in der Zuchtstation

Dec 16, 2012   //   by FreundeGalapagos   //   Charles Darwin Station, Flora & Fauna Inseln, Naturschutz, News  //  No Comments

Ende November begann der Schlupf der Galápagos Riesenschildkröten in den Brutkästen der Zuchtstation „Fausto Llerena“ in Puerto Ayora.

Dezember 2012 

Seit dem 20. November bis zu dieser Woche (10.12.12) sind in den Brutkästen der Zuchtstation bereits 25 Jungschildkröten geschlüpft (GNPS).

Rund 300 Eier von Galápagos Riesenschildkröten konnten seit Juli 2012 ausgegraben und in die Brutkästen überführt werden. Nach einer Brutzeit von 120 Tagen beginnen die Jungtiere jetzt mit dem Schlupf. Danach werden die Tiere noch rund 30 Tage in einer „Dunkelkammer“ bei 29,5°C verbringen, um ihre Entwicklung in Ruhe abzuschliessen.

Wie bei allen Reptilien war das Geschlecht des Jungtieres mit der Eiablage noch nicht bestimmt, sondern abhängig von der Bruttemperatur. So wurden die meisten Eier bei rund 29,5°C ausgebrütet, um einen hohen Anteil weiblicher Tiere zu generieren. Eine kleinere Zahl der Eier wurde bei 28°C ausgebrütet, um Männchen zu erhalten.

Die Jungtiere verbringen die ersten vier Jahre ihres Lebens in der Zuchtstation, danach werden sie auf die Inseln, von denen ihre Eltern kamen, ausgesiedelt werden.

Die Eier sind von Riesenschildkröten Zuchtgruppen der Inseln Pinzón, Española und Santiago. Alle diese Unterarten standen einst in Gefahr des Aussterbens. Erfolgreiche Wiederansiedlungen von in der Zuchtstation geschlüpften und aufgezogenen Jungtieren haben dieses Schicksal glücklicherweise verhindern können.

Arbeiten zur Befreiung verschiedener Inseln von den eingeführten Nagern schreiten voran

Dec 16, 2012   //   by FreundeGalapagos   //   Flora & Fauna Inseln, Naturschutz, News  //  No Comments

Die Wiederherstellung des natürlichen Gleichgewichtes wird später die erfolgreiche Fortpflanzung der Riesenschildkröten auf Pinzón erlauben.

Dezember 2012

Per Helikopter wird das Gift gleichmässig über die ganze Insel verteilt (GNPS).

 Die Insel Pinzón ist mit einer Fläche von 1800 Quadratkilometern die grösste Fläche, die von eingeführten Nagern befreit wird. Die gleichen Arbeiten erfolgen zur Zeit auch auf Plazas Sur.

Wenn das Projekt erfolgreich verläuft, können sich die Riesenschildkröten der Unterart Chelonoidis ephippium zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder erfolgreich in ihrer ursprünglichen Heimat fortpflanzen. Die eingeführten Ratten haben seit ca. 150 Jahren verhindert, dass Jungschildkröten auf Pinzón schlüpfen und aufwachsen konnten, indem sie einerseits die Eier gefressen und andererseits den frischgeschlüpften Jungtieren nachgestellt haben. In den letzten 45 Jahren sind aus der Zuchtstation immerhin 550 Jungschildkröten auf Pinzón wiederangesiedelt worden. Dies erfolgte erst, nachdem die Jungtiere jeweils vier Jahre alt waren und von den Ratten nicht mehr verletzt werden konnten.

Studien haben gezeigt, dass die auf Pinzón eingesetzten Gifte keine Auswirkungen auf die Riesenschildkröten, Lavaechsen und Landleguane haben. Sicherheitshalber wurden 60 Galapagosbussarde vorübergehend eingefangen, damit sie nicht durch den Verzehr toter Ratten ebenfalls vom Gift konsumieren würden.

Wenn das Projekt erfolgreich verläuft, wird im Jahr 2014 mit der Insel Floreana ein weiterer Meilenstein erreicht sein: Dann würde eine noch grösserer und zum ersten Mal eine vom Menschen bewohnte Insel von den eingeführten Nagern befreit. Dies wäre wiederum eine hervorragende Voraussetzung für die Wiedereinführung der Floreana Spottdrossel, einer der Arten, die damals Charles Darwin zu seiner Evolutionstheorie inspirierten. Sie sind seit Jahrzehnten auf Floreana ausgestorben und leben nur noch auf zwei Inselchen vor Floreanas Küsten – welche glücklicherweise frei von eingeführten Nager und Katzen geblieben sind.

Galápagos National Park führt die erste Wiederansiedlung von Riesenschildkröten auf San Cristóbal durch

Dec 16, 2012   //   by FreundeGalapagos   //   Flora & Fauna Inseln, Naturschutz, News  //  No Comments

Neun Jungtiere der Unterart Chelonoidis chathamensis wurden in der Region „La Galapaguera“ freigelassen.

Dezember 2012

Die Jungtiere vor dem Transport, der sie in ihre Heimat zurückbringen wird (GNPS).

 Es war ein historischer Moment, als die erste Rückführung von Jungschildkröten aus der Zuchtstation „Jacinto Gordillo“ auf San Cristóbal erfolgten konnte. Die neun Jungtiere sind nun sechs Jahre alt und haben vor ihrer Rückkehr einen Angewöhnungsprozess in einem speziellen Gehege der Zuchtstation verbracht. Dort wurden sie noch einmal genau veterinärmedizinisch untersucht und auch markiert, so dass sie später wieder identifiziert werden können.

Sie sind die ersten Tiere einer grösseren Anzahl Tieren, die so wiederangesiedelt werden sollen. Insgesamt leben heute in der Zuchtstation 99 Tiere der Unterart Chelonoidis chathamensis. Davon sind 38 Tiere die Zuchtgruppe, 10 Tiere schlüpften auf natürliche Art und 51 sind in den Brutkästen geschlüpft. Das Zuchtprogramm wurde im Jahr 2009 professionalisiert. Die Galapagos National Park Behörden werden weitere Wiederansiedlungen vornehmen, sobald die Jungtiere jeweils fünf Jahre alt sind.

 

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