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Zahl der Galápagos Seelöwen auf San Cristobal ist stabil

Jan 12, 2013   //   by FreundeGalapagos   //   Flora & Fauna Meer, Naturschutz, News  //  No Comments

Eine Studie ergab, dass die Anzahl der Galápagos Seelöwen auf der Insel San Cristobal konstant geblieben ist.

Januar 2013

Mitarbeiter des Projektes bei der Zählung der Seelöwen (GNPS).

 

Eine Zählung der Galápagos Seelöwen der Insel San Cristobal ergab, dass der Bestand dieser Säugetiere auf der Insel etwas angewachsen, im Grossen und Ganzen aber mit 1496 Tieren konstant geblieben ist. Dabei wurden 10 Kolonien untersucht, wobei die Tiere systematisch in verschiedenen Alterskategorien (Erwachsene, subadulte, Jungtiere – jeweils Männchen und Weibchen) aufgenommen wurden. Die Auswertung dieser Daten erfolgt nun durch die Mitarbeiter.

Bei der letzten Zählung dieser Art im Jahr 2011 wurden 1398 Tiere gezählt.

Die Galápagos Seelöwen (Zalophus wollebaeki) sind für die Galápagos Inseln endemisch und kommen nur in den Gewässern des Archipels vor. Aufgrund ihrer begrenzten Verbreitung und ihrer geringen Zahl werden sie auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten geführt.

 

Beobachtung von Meeresschildkröten auf Quinta Playa in Isabela während der Fortpflanzungssaison 2013 hat begonnen

Jan 12, 2013   //   by FreundeGalapagos   //   Charles Darwin Station, Flora & Fauna Meer, Naturschutz, News  //  No Comments

Der Galápagos National Park Service und die Charles Darwin Forschungsstation nehmen ihre Arbeit zur Beobachtung der Meeresschildkröten in der Fortpflanzungssaison 2013 in Quinta Playa auf Isabela auf.

Januar 2013 

Mitarbeiter des Projektes vermessen ein Weibchen auf Quinta Playa in Isabela (GNPS).

Ziel dieses Projektes über die Nisttätigkeiten der Grünen Meeresschildkröten ist einerseits die Aufnahme der Anzahl Weibchen, welche die Strände zu Eiablage aufsuchen, sowie die Schlüpfrate der Jungschildkröten zu bestimmen. Dabei wird auch der Einfluss menschlicher Aktivitäten auf die Tiere während der Eiablage sowie den Bruterfolg bestimmt

Quinta Playa auf Isabela wurde für das Projekt ausgewählt, weil sie für die Fortpflanzung der Grünen Meeresschildkröten eine der wichtigsten Küstenabschnitte in Galápagos ist, die von den Weibchen zur Eiablage am Stärksten frequentiert wird. Gemäss Eduardo Espinoza, der Verantwortlichen des Nationalparks für die Marinen Projekte, können in einer Nacht 40 bis 50 Weibchen während der Eiablage am Strand angetroffen werden. Dabei werden sie nun in den nächsten 6 Monaten von Projektmitarbeitern beobachtet und ihre Daten wie zum Beispiel die Anzahl gelegter Eier aufgenommen.

Die Grüne Meeresschildkröte (Chelonia mydas) gehört zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten und die Galápagos Inseln sind eine der wichtigsten Nistregionen für diese Tiere im östlichen Pazifik. Dieses Projekt wird von den Freuden der Galápagos Inseln (Schweiz) mitunterstützt. 

Zahl der Galápagos – Seelöwen bleibt vorerst stabil

Sep 3, 2012   //   by FreundeGalapagos   //   Flora & Fauna Meer, Naturschutz, News  //  No Comments

September 2012

Der Galápagos National Park Service führt eine Studie zur Populationsbestimmung bei der endemischen Robbenart durch

Die Studie erfolgte an den Stränden der Inseln San Cristóbal, Española, Santa Fe und Caamaño (Bild GNPS).

Im Juni des vergangenen Jahres haben Mitarbeiter des Galápagos National Park Services eine erhöhte Sterblichkeit bei den Seelöwenjungtieren (Zalophus wollebaeki) an den Küsten der Insel San Cristobal festgestellt. Eine sofort initiierte Untersuchung ergab, dass an den Küsten von La Loberia und Playa Mann eine Sterblichkeit von 66% nachgewiesen werden konnte, welche die Rate aus vorangehenden Jahren bei weitem übertraf.

Der Fund von 19 toten Tieren sowie einer grösseren Anzahl Frühgeburten veranlassten die Verantwortlichen zu einer genauen Bestandesaufnahme in der Hauptfortpflanzungssaison zwischen September und November.

Dabei wurden die Seelöwenkolonien der Inseln San Cristobal, Española, Santa Fe und Caamaño beobachtet und die aufgefundenen toten Tiere zur Sektion und Bestimmung der Todesursache in Labore in Quito, den USA und Kanada gebracht. Dort wurden sie auf verschiedene Viren wie zum Beispiel Leptospiren und Hundestaupe getestet, die alle negativ ausfielen.

Während der vergangenen Monate hat die Nationalparkverwaltung eine Untersuchung zur Ermittlung der Wasserqualität sowie des Gesundheitszustandes der Tiere durchgeführt. Dabei wurden auch Massnahmen ergriffen zur Befreiung der Küstenabschnitte von eingeführten Tieren wie Hunden, Katzen und Ratten sowie zur Verbesserung der Quarantäne für eingeführte Hunde, um die Einführung von möglichen Krankheitsüberträgern zwischen den Inseln zu minimieren. Die betroffenen Kolonien werden weiterhin sehr genau beobachtet.

 

Der Galápagos-Seelöwe ist neben den Galápagos-Seebären der einzige Vertreter der Robben auf Galápagos und kommt weltweit nur dort vor. Die IUCN (International Union fort he Conservation of Nature) listet die Art denn auch unter die „vom Aussterben bedrohten Tierarten“, die im marinen Inselökosystem als Räuber an der Spitze der Nahrungskette eine ganz wichtige Rolle einnimmt. Die charismatische Art sorgt auch bei Touristen immer wieder für unvergessliche Erlebnisse.

 

Galápagos Nationalpark und Charles Darwin Forschungsstation beginnen Studie an Pelikanen

Jan 29, 2012   //   by FreundeGalapagos   //   Charles Darwin Station, Flora & Fauna Meer, Naturschutz, News  //  No Comments

Das Ziel des Projektes ist die Bestimmung des Gesundheitszustandes sowie die Abstammung dieser in Galápagos einheimischen Tierart
13. Januar 2012

An der Hafenmole von Pelican Bay auf Santa Cruz können bei den Fischern immer zahlreiche Pelikane angetroffen werden

Die Studie wird bei den Tieren, die sich regelmässig in grosser Zahl an der Hafenmole von Pelican Bay auf Santa Cruz bei den Fischern einfinden, durchgeführt. Die für diese Studie ausgebildeten und geschulten Mitarbeiter des Galápagos Nationalparks sowie der Charles Darwin Forschungsstation vermessen und wägen die Tiere und nehmen ihnen Blut ab. Anschliessend wird jedes Tier noch markiert. Die ganze Prozedur dauert etwa fünf Minuten pro Tier.

Die Analyse der Resultate soll einerseits Angaben über den Gesundheitszustand der Tiere geben, andererseits auch genetische Informationen über die Tiere sowie deren Abstammung liefern. Die Erkenntnisse der Studie, die extra bei Tieren mit grossem Kontakt zu Fischern und damit zu Menschen durchgeführt wurde, können dann bei der Formulierung von Schutzbestimmungen sowie Vorschriften im Umgang mit den Tieren umgesetzt werden.

 

 

 

Mantarochen an der ecuadorianischen Küste mit Sendern versehen

Oct 26, 2011   //   by FreundeGalapagos   //   Flora & Fauna Meer, Naturschutz  //  No Comments
In einem gemeinsamen Projekt erforschen die Nationalparkbehörden von Machalilla und Galápagos die bisher unbekannten Wanderungen der Mantas
Galápagos National Park Service

Die Mantarochen gehören zu den geschützten Tieren Ecuadors.

In der letzten Augustwoche haben Mitarbeiter der Galápagos National Park Services zusammen mit Mitarbeitern des Nationalpark Machalilla Mantarochen bei der Insel Plata mit Sendern markiert. Dabei wurden insgesamt sechs Mantas mit Sendern, die akustische Signale aussenden, versehen. Die Empfänger der Signale stehen an der ecuadorianischen Küste. Drei der Sender können via Satellit in den Büros der Galápagos Nationalparkverwaltung auf Santa Cruz in Galápagos empfangen werden.

Eduardo Espinoza, Projektverantwortlicher des Galápagos National Park Service, meint dazu: „Das Ziel des Projektes ist die Bestimmung der Wanderungen und Aufenthaltsorte der Mantas in den Küstenzonen zu bestimmen. Wir wissen auch nicht, ob sie diese verlassen und nach Galápagos und weiter in den Süd – Pazifik ziehen. Das Wissen um die Wanderrouten und Aufenthaltsgebiete der Tiere ist Voraussetzung, um sie auch effizient schützen zu können.“

Die Mantarochen sind seit dem Jahr 2010 in Ecuador geschützt. Sie sind laut der Roten Liste der IUCN (International Union for the Conservation of Nature) als gefährdete Tierart aufgelistet. Die mit fünf bis neun Metern Länge und einem Gewicht von bis zu drei Tonnen grössten Vertreter der Rochen leben weltweit in tropischen Gewässern, wo sie sich primär von Plankton ernähren. Wie andere sehr grosse Vertreter der Knorpelfische (z.B. Walhaie) zeichnen sich die Mantas durch kleine Bestände aus, die langsam wachsen. Die Tiere werden spät geschlechtsreif und haben nur eine geringe Nachkommenzahl. Das alles wiederum macht ihren Bestand sehr verletzlich.

Neuer Wanderrekord durch in Galápagos besenderten Hai im östlichen Pazifik

Aug 23, 2011   //   by FreundeGalapagos   //   Flora & Fauna Meer, Naturschutz  //  No Comments

Ein bei der Insel Wolf besendertes Seidenhaiweibchen wandert 2‘200 km und setzt damit einen neuen Rekord für Haiwanderungen im östlichen Pazifik

Migramar

Das Satellitenbild zeigt die Wanderroute des bei der Insel Wolf in Galápagos besenderten Seidenhais (Carcharhinus falciformi)

Die Internationale Charles Darwin Stiftung (CDF), ein Mitglied der Netzwerks Migramar, welches sich auf die Region des östlichen Pazifiks spezialisiert, hat zusammen mit Wissenschaftlern von Pelagios in Mexiko einen neuen Wanderrekord für Haifische im östlichen Pazifik gemessen.

Dabei wurden die Signale eines Seidenhaies (Carcharhinus falciformis) in der Nähe der Clipperton Inseln aufgefangen. Das Verblüffende dabei war, dass das Haiweibchen im März 2010 bei der rund 2‘200 km östlich gelegenen Insel Wolf im Galápagos Archipel besendert wurde. Damals mass das Tier 1,9m und verblieb noch rund zwei Monate in den Gewässern des Galápagos Meeresreservates, welche es anfangs Mai 2010 verliess. Wo es sich in den darauffolgenden Monaten aufhielt, ist unbekannt.Am 18. September 2010 wurden seine Signale schliesslich bei der Insel Clipperton aufgefangen.

Nun haben die Wissenschaftler bereits belegen können, dass es Wanderrouten von Hammerhaien zwischen dem Galápagos Archipel und den davon nordöstlich gelegenen Cocos- und Malpelo- Inseln gibt, aber bisher war nicht bekannt, dass die Tiere auch weit westwärts wandern. Das Clipperon Atoll ist ein unbewohntes Atoll, welches zu Französisch Polynesien gehört und als Rastplatz für Hochseeorganismen zwischen dem nördlichen und dem zentralen östlichen Pazifikgilt. Es ist ca. 1‘100 km von Tejupan in Mexiko gelegen.

Der Seidenhai kommt weltweit in tropischen und subtropischen Regionen vor. Er gehört neben dem Blauhai und dem Weisspitzenhochseehai zu den häufigsten grossen Tieren der Hochsee. Seidenhaie werden bis zu 3,3 m lang und ernähren sich vorwiegend von Fischen, aber auch von Weichtieren.

Das Tier wurde im Rahmen eines seit vier Jahren laufenden Projektes der CDF, des Galápagos Nationalpark Services und der Universität Davis in Kalifornien besendert. Ziel dabei ist es, die Aufenthaltsgebiete sowie die Wanderrouten von besenderten Walhaien (Rhincodon typus), Hammerhaien(Sphyrna lewini),Galápagoshaien (Carcharhinus galapagensis),Seidenhaien (Carcharhinus falciformis) und Schwarzspitzenhaien (Carcharhinus limbatus) im östlichen Pazifik zu ermitteln um diese dann effektiv zu schützen.

Unterstützt wird das Projekt von Lindblat Expeditons, dem Galápagos Conservation Trust in England sowie den Freunden der Galápagos Inseln (Schweiz)