Feldexkursion bestätigt guten Zustand der Insel Wolf
Nationalparkmitarbeiter nehmen Proben zur detaillierten Bestimmung des Zustandes der Vegetation der Insel Wolf, einer der ursprünglichsten Insel des Archipels.
März 2013
Jeffreys Málaga war für die Aufnahme der Flora der Insel zuständig (GNPS).
Während sieben Tagen hat sich ein Team von acht Nationalparkmitarbeitern auf der Insel Wolf aufgehalten. Und erste Resultate dieser Feldexkursion stimmen optimistisch: Die Insel Wolf, ganz im Norden des Galápagos Archipels gelegen, scheint in einem ausgezeichneten ökologischen Zustand zu sein.
Das Team hat in diesen Wochen ein Inventar aller auf der Insel auftretenden Pflanzen erstellt. Dabei haben sie verschiedenen Opuntienarten angetroffen, ebenso Vertreter der nur auf Galápagos vorkommenden Sonnenblumenbäume (Scalesia baurii).
Die Mitarbeiter haben auch Bodenproben von bis zu einem Meter Tiefe genommen, um die jetzige Pflanzenzusammensetzung mit derjenigen von vor 1000 Jahren zu vergleichen.
Erfreulicherweise zeigte sich auch die Tierwelt während der Feldexkursion von ihrer besten Seite: Nazcatölpel, Rotfusstölpel und die nur auf Wolf auftretenden Vampirfinken waren alle zahlreich vertreten. Viele Tiere waren aktiv am Brutgeschäft beteiligt.
Auch die Zählung der Galápagos Meerechsen ergab gute Werte, auch wenn die Tiere – wohl als Resultat auf eine geringere Nahrungsverfügbarkeit – deutlich kleiner waren als in vorangehenden Messungen. Diese Resultate müssen aber noch wissenschaftlich bestätigt werden.
Die Insel Wolf gilt als eine der ursprünglichsten Inseln des Archipels. Auf ihr wurden keine fremden Arten eingeführt und auch von Menschen wurde die Insel praktisch nicht aufgesucht und damit beeinflusst.
Die Nationalparkmitarbeiter bei der Bodenprobeentnahme (GNPS).
Leguane kehren nach Plazas Sur zurück
Die vierzig Tiere, die während der Bekämpfung der eingeführten Nager auf der Insel aus Sicherheitsgründen eingefangen wurden, wurden jetzt wieder freigelassen.
Januar 2013

Mitarbeiter des Galápagos National Park Services lassen die Tiere wieder auf Plazas Sur frei (GNPS).
60 Tage haben die Leguane aus Sicherheitsgründen in Menschenhand verbracht. Die vierzig Tiere entsprechen 10% der Gesamtpopulation der Insel und wurden während der Arbeiten zur Befreiung der Insel von eingeführten Nagern auf der Zuchtstation in Santa Cruz gehalten. Dies als Rückversicherung, falls das eingesetzte Gift wider Erwarten negative Auswirkungen auf die Reptilien haben sollte. Während ihres Aufenthaltes in der Zuchtstation wurden sie auf zahlreiche interne und externe Parasiten untersucht und, falls solche gefunden wurden, auch behandelt.
Die Beobachtungen in den vergangenen zwei Monaten zeigten aber keine Auswirkungen des Giftes auf die verbliebenen Leguane. Und nachdem nun auch keine Giftrückstände mehr gefunden wurden, hat man entschieden, auch die vierzig vorübergehend in der Zuchtstation gehaltenen Tiere wieder freizulassen. Vorher wurden sie noch vermessen und gewogen, dabei wurde festgestellt, dass sie alle in sehr guter physischer Verfassung sind.
Erfolgreiche Wiederansiedlung von Galápagos-Riesenschildkröten auf Española
Mitarbeiter des Galápagos Nationalpark Services setzen das bisher erfolgreichste Projekt zur Wiederansiedlung der Galápagos-Riesenschildkröten fort
Juni 2012

Zwei der 28 Jungtiere aus der Zuchtstation, die auf im Mai 2012 auf Española freigelassen wurden / National Park Service
Freudig verkündet die Galápagos-Nationalparkverwaltung, dass mit der Freilassung von 28 Jungtieren der Unterart Chelonidis hoodensis ein weiterer Schritt zur erfolgreichen Wiederansiedlung und damit auch zur Rettung der Riesenschildkröten von Española gelungen ist.
Die Tiere stammen aus der Zuchtstation „Fausto Llerana“ auf der Insel Santa Cruz und sind zwischen vier und fünf Jahre alt. Ihre Vorfahren stammten von der Insel Española und standen einst fast vor der Ausrottung. Die Riesenschildkröten auf Española waren immer relativ klein und leicht und daher leicht zu tragen und sehr begehrt bei den Seefahrern, die sie zu tausenden als lebender Proviant auf die Schiffe verluden. 1905 waren die Seefahrer weg, aber Tausende von Ziegen machten den verbleibenden Riesenschildkröten das Lebens schwer. Im August 1963 wurde ein Männchen gesehen, das von einem gefallenen Opuntienast frass. Es war dabei in Gesellschaft von 15 (!) Ziegen. Die verbleibende Population wurde auf weniger als 20 Tiere geschätzt, deshalb wurde entschieden, die Tiere einzufangen und in die Forschungsstation zu bringen. So gelangten 3 Männchen und 12 Weibchen in die Zuchtstation. Die Zucht lief sehr gut: 1982 wurden 113 Jungtiere auf Española wiederangesiedelt, nachdem zuvor alle Ziegen durch Abschuss eliminiert werden konnten.
Inzwischen sind über 1700 Tiere wieder auf Española freigelassen worden.
Von den jetzt wiederangesiedelten 28 Tieren wurden 11 mit Sendern versehen, so dass ihre Bewegungen überwacht werden können und so ein Gradmesser für den Erfolg des Projektes vorliegt. Diese Beobachtung erfolgt durch das Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell. Im gleichen Rahmen wird bereits die Galãpagos–Riesenschildkröte „EMMA“ auf Española beobachtet, welche durch die Freunde der Galãpagos Inseln (Schweiz) finanziert wird.
News
- Galápagos National Park Service siedelt 150 Jungschildkröten der Zuchtstation auf Isabela wieder an
- Körper vom “Einsamen George” zur Einbalsamierung nach New York überführt
- Die Arbeiten zur Kontrolle der eingeführten Arten auf der Insel Santa Cruz haben begonnen
- Fortpflanzungszeit der Meeresleguane hat begonnen
- Feldexkursion bestätigt guten Zustand der Insel Wolf




