Galápagos Nationalpark lanciert Programm zur Bekämpfung der eingeführten Kuhreiher
Die Tiere bedeuten unter Anderem eine Gefahr für den Luftverkehr
Mai 2012
In der Region Jeli rund um den Flughafen San Cristobal leben ca. 2‘000 Kuhreiher
Die Direktion des Galápagos National Parks lanciert ein Programm zur Bekämpfung der eingeführten Kuhreiher an den Orten, an denen sich die Tiere im Archipel etabliert haben. In der ersten Phase versuchen die Mitarbeiter nun, die Populationen um den Flughafen von San Cristobal zu bekämpfen, denn dort stellen die Tiere auch eine Gefahr für den Luftverkehr dar.
Die Kuhreiher wurden vor fünfzig Jahren im Archipel eingeführt und haben sich dort vor allem in den zentralen Gebieten und rund um menschliche Siedlungen etabliert. Sie können als Krankheitsüberträger andere, einheimische Vogelarten gefährden und stellen auch als Nahrungskonkurrenten für diverse endemische Vogelarten eine Gefahr dar.
Die Bekämpfung der Tiere erfolgt durch die Zerstörung ihrer Nester sowie durch den Abschuss der Adultvögel. Die ganze Aktion soll bis im Dezember abgeschlossen sein. „Diese Massnahmen sind nötig, um die einmalige Biodiversität des Inselarchipels zu erhalten“, meint Christian Sevilla, Verantwortlicher für die Erhaltung der Insel – Ökosysteme des Galápagos National Park Services.
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