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Rettung für bedrohte Tierarten

Eine eingeschleppte Fliegenart ist auf den Galapagos Inseln in Ecuador zur Gefahr für mehrere Vogelarten geworden. Ein Team von Forschenden kämpft mit Unterstützung von unserem Verein darum, die bedrohten Vogelarten vor dem Aussterben zu retten. Ein Bericht von der SRF Sendung "mitenand".

Philornis downsi

Diese Fliege kam ursprünglich in Südamerika vor und man vermutet, dass die Tiere mit Booten oder Flugzeugen vom Festland aus vor über 55 Jahren auf die Galapagos-Inseln gelangten.

Die Philornis downsi ist für die Vogelwelt eine Bedrohung da diese Fliege Ihre Eier in Nester der auf Galapagos vorkommenden Singvögel legt. Die daraus schlüpfenden Larven ernähren sich dann vom Blut der Vogelküken. Dabei findet man junge Larven eher in den Nasenlöchern der Küken, während die älteren Larven aussen am Körper der Vogelküken sitzen.

Dieser Parasitenbefall führt in vielen Fällen zum Tod der jungen Vögel, die den Blutverlust nicht ausgleichen können. Das wiederum hat einen grossen Einfluss auf die Populationen vieler endemischer Vögel.

Bisher gab es verschiedenen Ansätze, um die Vogelwelt zu schützen. Zuerst versuchte man die Küken in geschützter Umgebung von Hand aufzuziehen. Doch letztendlich sind Menschen einfach keine optimalen Vogeleltern.

Ausserdem hat man angefangen die Nester vor, während und am Ende der Brutsaison mit einem Insektizid zu behandeln. Allerdings gibt es keine Langzeiterkenntnisse in wie weit der Einsatz chemischer Mittel auch langzeitig keine 

Beide Varianten waren zwar erfolgreich, sind jedoch keine zufriedenstellende und umweltfreundliche Langzeitlösung.

Hieran wird nach wie vor geforscht, wobei die Charles Darwin Foundation (CDF) und die Galapagos Nationalparkbehörde (GNPD) und weitere Institutionen in verschiedenen Ländern bei dieser Herausforderung zusammenarbeiten. Dennis Mosquera, dessen Master-Studium unser Verein finanziert hat, ist einer der hier involvierten Forscher.

Ziel einer nachhaltigen Langzeitlösung muss es sein, die Anzahl der Philornis downsi dauerhaft zu reduzieren. Dabei wird bevorzug über eine langfristige, biologische Kontrolle der Fliegen nachgedacht. Daher untersucht man die natürlichen Feinde der Philornis downsi, in der Hoffnung diese, sofern sie keine negativen Einflüsse auf das bestehende Ökosystem der Galapagos Inseln haben, dort einzuführen. Ein möglicher Feind der Fliege wäre die Wespe Conura anullifera. Momentan ist die Forschung damit beschäftigt herauszufinden, ob diese Tiere wirklich keine Bedrohung für das Ökosystem der Galapagos-Inseln darstellen.

Diese Forschung wird auch durch unseren Verein unterstützt. Dennis Mosquera ist einer der Wissenschaftler, die sich mit der Erforschung der Philornis downsi und deren Bekämpfung befassen.